Aktuell

05.04.2019

Der SBK begrüsst, dass die Gesundheits-Kommission des Nationalrats (SGK NR) den Handlungsbedarf im Bereich der Pflege anerkennt und konkrete Gesetzesänderungen vorschlägt.

04.04.2019

Der Krankenversicherungsverband setzt die Sicherheit der Patientinnen und Patienten aufs Spiel, indem er den Fachkräftemangel in der Pflege ignoriert.

«Schrittmacherin»

Freiberufliche

Esther Gerber
Verantwortliche Freiberufliche Mitglieder

White list: Wer die von CURACASA (Fachverband freiberufliche Pflege Schweiz) festgelegten Kriterien erfüllt, wird auf der "white list" aufgeführt. Die Liste wird jährlich erstellt und auf Jahresende auf der Homepage von Curacasa aufgeschaltet: Link zur White list

Der SBK Bern wird sich weiterhin für eine Gleichbehandlung der Abschlüsse (allg. Krankenpflege /  Kinder / Psychiatrie / Wundexpertise / Palliativ Care)  in Sachen finanzieller Abgeltung einsetzen.

Leistungsvertrag 2019

Informationen zum neuen Vertrag

La version française suit le texte allemand

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren

Am 29. November 2018 wird die Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern (GEF) die Leistungsverträge aufschalten. Es ist uns ein Anliegen, Sie hiermit direkt über einige Punkte zum Leistungsvertrag Pflege sowie zum Vertrag Versorgungspflicht für fallbasierte und sozialbetreuerische Leistungen (HWSL) zu informieren. 

Aufgrund einer erneuten Analyse der MiGeL-Thematik haben sich seit der letzten Information vom 15. November 2018 bezüglich der Abgeltung Änderungen ergeben. Wir danken Ihnen für die Kenntnisnahme.

Grundsätzliches zum Leistungsvertrag Pflege 2019

Der Kanton Bern verfolgt die Strategie ambulant vor stationär. Die Leistungsangebote der Spitex-Organisationen sind in diesem Zusammenhang zentral, und sie entsprechen dem Grundsatz des Kantons Bern, Menschen so lange wie möglich ein Leben zu Hause zu ermöglichen. Die gemeinwirtschaftlichen Spitex-Organisationen gewährleisten mit dem Leistungsvertrag „Versorgungspflicht Pflege“ eine flächendeckende Versorgung aller Bewohnerinnen und Bewohner im Kanton Bern. Nebst den gemeinwirtschaftlichen Spitex-Organisationen gibt es aktuell rund 380 weitere Spitex-Leistungserbringer. Der Kanton Bern verfügt somit über ein dichtes Angebot in der ambulanten Versorgung. 

Seit der Einführung der Pflegefinanzierung 2011 ist der Kanton der alleinige Restfinanzierer der ambulanten Pflegeleistungen. Bei der Festlegung der heutigen Restfinanzierung wurden die Abgeltungssätze pragmatisch, mittels einer groben Kalkulation festgelegt, da die aussagekräftigen und harmonisierten Kostenrechnungen fehlten. Die Überführung erfolgte im Rahmen der Kostenobergrenzen. Seit 2011 konnten wichtige Erfahrungen in Bezug auf die Restfinanzierung gewonnen werden. 

Aus Sicht der GEF zeichnete sich nach den ersten Erfahrungen ab, dass Wege hin zu einer generell leistungsorientierten Abgeltungssystematik (Restfinanzierung) angegangen werden muss. Das bisherige Abgeltungssystem erweist sich, gerade auf Grund der Pro Kopf-Pauschale in Bezug auf die Versorgungspflicht, als zu wenig leistungsbezogen. Ziel des Kantons ist es, die flächendeckende Versorgung langfristig sicherzustellen und Angebote leistungsabhängig zu finanzieren. Die Versorgungsstrategie sieht die Prüfung einer Weiterentwicklung „weg von der heutigen Versorgungspflicht, hin zur Versorgungssicherheit“ vor. In einem zusätzlichen Schritt ist die Restfinanzierung der Bereiche Wohnen mit Dienstleistungen und den freiberuflichen Pflegefachpersonen, in Bezug auf die Möglichkeiten zur Gewährung der Versorgungssicherheit zu definieren und die diversen Leistungsarten und deren Abgeltung zu überprüfen.

Gemäss dem Beschluss des Grossen Rates (November 2017) im Rahmen des Entlastungsprogramms 2018 werden die Versorgungsbeiträge bei der Versorgungspflicht per 2019 um CHF 6 Millionen reduziert. Sowohl in den politischen Debatten rund um das EP 2018 Spitex, wie auch um die Motion Striffeler-Mürset (M 051-2018) im Juni dieses Jahres, wurde der politische Wille geäussert, die Versorgungspflicht und die Restfinanzierung, bedarfsgerecht und leistungsbezogen zu regeln. 

Spitex Entlastungspaket 2018 

Zur Umsetzung der Vorgaben bildete das ALBA eine Arbeitsgruppe mit Vertretern der Spitex-Verhandlungsverbänden (Spitex Verband Kanton Bern, ASPS, vbb und SBK). Gemeinsam wurde über die Möglichkeiten/Varianten einer generellen Systemumstellung diskutiert und entsprechende Kalkulationen vorgenommen. 

Welches Ziel verfolgt die Systemumstellung?

Nebst der Einhaltung des Sparauftrags soll eine leistungsorientiertere Abgeltung etabliert werden. Dazu leitet das ALBA per Leistungsvertrag 2019 einen ersten Schritt in der Anpassung der Abgeltungssystematik ein, indem mit einer differenzierten Tarifierung unter Einhaltung des Sparauftrags gegebene Unterschiede durch Übernahme der Versorgungspflicht bei den öffentlichen Spitex-Organisationen ausgeglichen werden sollen. Dies bildet auch Grundlage zur Weiterentwicklung der gesamten Restfinanzierung ambulante Pflege ab 2020ff.

Auf welchen Elementen baut der Tarif 2019 für die „Versorgungspflicht“ auf?

Der Tarif besteht aus drei Elementen: 

1) Sockelbeitrag

Analog zum bisherigen Pro-Kopf-Abgeltungssystem erhalten die Spitex-Organisationen einen Sockelbeitrag von 6 CHF pro Einwohner im festgelegten Perimeter. Damit sollen die Spitex-Organisationen genügend Zeit erhalten, ihre Organisation den sich wandelnden Umständen anzupassen. Der Sockelbeitrag wird mit künftigen Verträgen abgelöst, indem dieser Betrag in den kommenden Jahren voraussichtlich ebenfalls leistungsbasiert abgegolten wird. 

2) Dichtefaktor pro Perimeter

Die geografische Lage oder die Bevölkerungsdichte des zu versorgenden Perimeters kann bei einer Spitex-Organisation zu aufwändigeren Produktionsbedingungen oder sogar zu finanziellen Verlusten führen. Aus diesem Grund ist ein wesentliches Element der künftigen Abgeltung der Versorgungspflicht der sogenannte „Dichtefaktor“. Der Dichtefaktor wird durch zwei Grössen bestimmt: 

  • Strassenkilometer (Gemeinde- u. Kantonsstrassen) einer Gemeinde (Statistik der FIN im statistischen Atlas publiziert)
  • Bevölkerung pro Gemeinde im Kanton Bern

Der Quotient Kilometer durch Bevölkerung (Ratio) zeigt die verhältnismässige Dichte eines Gebietes auf. Je grösser der Quotient ist, desto aufwändiger ist die Versorgung der Menschen in diesem Gebiet in der Tendenz. Die errechneten Koeffizienten wurden gruppiert und je Gruppe mit einem spezifischen Tarif versehen. 

3) Berücksichtigung des Marktpotentials pro Perimeter

Dieses Element greift die Frage nach dem Marktpotential innerhalb eines bestimmten Perimeters auf. Das Element wird u.a. beeinflusst durch die Bevölkerungsstruktur, die Anzahl an Konkurrenzorganisationen innerhalb eines Gebiets und weitere Faktoren. Um diese markt- oder perimetergegebenen Unterschiede auszugleichen, wurden die erbrachten Leistungsstunden pro Organisation auf den Durchschnittswert von rund 2 Leistungsstunden pro Einwohner ausgeglichen. In der Folge wird die erbrachte KLV-Leistung mit einem Korrekturfaktor multipliziert. Daraus ergibt sich  ein pro Spitex-Organisation individueller Tarif. 

Wie werden die Elemente miteinander verbunden?

Die vorgängig beschriebenen leistungsabhängigen Tarife werden miteinander verbunden, indem der Tarif des Dichtefaktors mit 2/3 und derjenige des Marktpotentials (Leistungsstunden pro Einwohner) mit 1/3 je Spitex-Organisation gewichtet werden. Jede öffentliche Spitex-Organisation hat so ihren eigenen Tarif. Der Sockelbeitrag wird zusätzlich pro Einwohner bezogen auf den zugrundeliegenden Perimeter ausbezahlt. Die leistungsabhängige Abgeltung beträgt im Total rund CHF 10,3 Mio., der Sockelbeitrag im Total rund CHF 6,1 Mio.

Abgeltung MiGeL

In zwei Urteilen hat das Bundesverwaltungsgericht Ende 2017 entschieden, dass Mittel und

Gegenstände, die im Rahmen der Pflege durch eine Pflegefachperson angewendet werden, Teil der Pflegeleistung sind und somit über die Pflegefinanzierung gemäss KLV abgegolten werden.

Im Vertragsjahr 2019 wird der Kanton Bern die Kosten für Mittel und Gegenstände vergüten. Sobald ein Entscheid auf Bundesebene vorliegt, wird diese Regelung überprüft und gegebenenfalls revidiert.

Für 2019 wird die GEF die effektiven MiGeL-Material-Kosten vergüten, sofern folgende Bedingungen seitens der Leistungserbringerin erfüllt sind:

  • Die Leistungserbringerin verrechnet gegenüber der GEF ausschliesslich das effektiv abgegebene MiGeL-Material.
  • Das MiGeL-Material wird gegenüber der GEF zum effektiven Preis (Einkaufspreis), maximal zu MiGeL-Listen Preis minus 15%, verrechnet.
  • Es dürfen nur MiGeL-Materialen in der Fremdanwendung (d.h. keine kassenpflichtige Selbstanwendung) verrechnet werden.
  • Die Leistungserbringerin bezieht das MiGeL-Material über eine oder mehrere Einkaufsgemeinschaften.
  • Die Abrechnung der effektiven MiGeL-Material-Kosten erfolgt je Quartal mit der regulären Quartalsabrechnung, der Gesamtbetrag wird auf dem Abrechnungsformular unter Abgeltung MiGeL eingetragen.
  • Der Detailnachweis (Liste pro Leistungserbringerin mit allen Angaben zu den verwendeten Produkten, Produktpreisen und Kundennamen) über die effektiven MiGeL-Material-Kosten ist, ebenfalls quartalsweise, auszuweisen.

Begleitend werden im ersten Semester 2019 Abklärungen betreffend den MiGeL-Material-Kosten durchgeführt. Die Leistungserbringer werden involviert, der Lead über diese Arbeiten liegt bei der GEF. Sollten die Abklärungen ergeben, dass eine grosse Differenz in der Preisspanne (MiGeL-Listenpreise minus 15% zu Preisen der Einkaufgemeinschaften und Lieferanten, die direkt dem Kunden liefern jedoch das Material der Spitex verrechnen) besteht, wird die MiGeL-Abgeltung für den Leistungsvertrag 2020 angepasst. Der Entscheid, wie die MiGeL-Kosten im Leistungsvertrag 2020 abgerechnet werden, wird mit den Leistungserbringern abgestimmt. 

Änderung Abgeltung IV/UV/MV

Per 1.1.2019 treten die neuen national gültigen Tarifansätze IV/UV/MV in Kraft. Das ALBA hält an der Restfinanzierung fest, korrigiert jedoch die Restfinanzierung um die entstandene Tarifdifferenz. Das bedeutet, dass auf den IV Leistungsstunden keine Tarifveränderung erfolgt. Für die UV/MV Pflegeleistungen werden die Tarife der a,b,c Leistungen entsprechend der Tariferhöhung gekürzt (kostenneutral zur bisherigen Lösung). 

Der Einfachheit halber werden die Tarifkürzungen in den Quartalsabrechnungen auf den a,b,c Leistungen als entsprechender Minusbetrag erfasst. Dadurch können die Zusatzleistungen nach wie vor entsprechend der Leistungsvertragskategorie abgerechnet werden. 

Vergütungsbericht - Änderung der Staatsbeitragsverordnung

Der Regierungsrat des Kantons Bern hat in der Sitzung vom 24. Oktober 2018 Änderungen der StBV genehmigt. Mit dem Beschluss des Regierungsrates werden neu ab 1. Januar 2019 auch die bisher gesetzlich davon ausgenommenen Institutionen im Alters- und Behindertenbereich verpflichtet, einen Vergütungsbericht zu erstellen und der für die Ausrichtung der Staatsbeiträge zuständigen Behörde einzureichen. Damit setzt der Regierungsrat die vom Grossen Rat überwiesene Motionen Mühlheim u. SP-JUSO-PSA (M 033-2018 und M 046-2018) um. Betroffen sind Institutionen im Alters- und Behindertenbereich mit mehr als 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, unabhängig von deren Anstellungsgrad. Im Vergütungsbericht müssen alle Abgeltungen angegeben werden, die an Mitglieder des strategischen Führungsorgans und der Geschäftsleitung bezahlt worden sind. Neu müssen auch Entgelte für Doppelmandate separat ausgewiesen werden. Über die konkrete Umsetzung der Änderung der Staatsbeitragsverordnung wird die GEF zu einem späteren Zeitpunkt informieren.

Leistungsvertrag Hauswirtschaftliche und sozialbetreuerische Leistungen

Nach Verhandlungsgesprächen mit der Delegation des Spitex Verbands Kanton Bern können für den Leistungsvertrag 2019 folgende Änderungen festgehalten werden:

  • Der Abgeltungssatz wird wie vorgesehen auf CHF 20.00/Leistungsstunde festgelegt.
  • Wenn bei einem Kunden/einer Kundin eine kognitive Einschränkung oder psychische Erkrankungen oder eine erhebliche Selbstgefährdung/ein manifester Gesundheitsschaden infolge Vernachlässigung der eigenen Person bezüglich ungenügender Aufnahme von Nahrung und Flüssigkeit gemäss ICD 10 R63.6) oder gesundheitsgefährdende Wohnverhältnisse (starke Verschmutzung, Ungeziefer, Schimmelpilz, Brandgefahr) besteht, und er/sie nur eingeschränkt in der Lage ist, den Haushalt zu meistern und in regelmässiger ärztlicher und/oder pflegerischer Betreuung ist, sind die kundenseitigen Kriterien erfüllt.
  • Der individuelle Bedarf resp. die Dauer der einzelnen Leistungseinheiten richtet sich nach dem Bedarfsabklärungsinstrument RAI-HC. 
  • Die Leistungen werden durch qualifiziertes Personal mit der Mindestqualifikation „Pflegehelferin mit Grundkurs SRK“ oder neu mit einem äquivalenten Bildungsgang erbracht werden.

Auskünfte

  • Für Fachfragen im Zusammenhang mit den Leistungsverträgen und der Abgeltung in Zusammenhang mit MiGeL und IV/UV/MV steht Ihnen Frau Christina Gygax zur Verfügung (Tel.: +41 31 633 79 36)
  • Für Detailfragen zur Berechnung des Tarifs 2019 der Versorgungspflicht steht Ihnen Herr Simon Juritz zur Verfügung (Tel: +41 31 633 45 67)

Wir bitten Sie, uns die Leistungsverträge wenn möglich vor Ende des Jahres einzureichen (Stichtag 15. Dezember) und danken Ihnen für die weitere gute Zusammenarbeit und wünschen Ihnen eine gute Vorweihnachtszeit. 

Astrid Wüthrich

Amtsvorsteherin

Alters- und Behindertenamt ALBA

 

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Mesdames, Messieurs,

La Direction de la santé publique et de la prévoyance sociale (SAP) va mettre en ligne d’ici le 29 novembre 2018 les contrats de prestations 2019 portant sur les soins à domicile et sur l’obligation de prise en charge pour les prestations d’aide ménagère et d’encadrement social selon le cas dans l’aide et les soins à domicile. Vous trouverez ci-après quelques informations à ce propos.

Nous attirons votre attention sur le fait que, suite à une nouvelle analyse de la situation, les modalités de financement du matériel de soins ont été adaptées par rapport à l’information du 15 novembre 2018.

Contrat portant sur les soins à domicile : principes

Les services d’aide et de soins à domicile (ASAD) jouent un rôle déterminant dans la stratégie du canton visant à favoriser la prise en charge ambulatoire, en permettant aux personnes concernées de vivre le plus longtemps possible à la maison. L’offre des services d’utilité publique, qui couvre l’ensemble du canton, est complétée par celle de quelque 380 organisations privées, de sorte que Berne dispose d’un vaste réseau de soins ambulatoires. 

Depuis l’introduction du nouveau régime de financement des soins en 2011, le canton assure à lui seul le financement résiduel. Il a fixé les taux de rétribution de manière pragmatique sur la base de coûts plafonds, faute d’un calcul des coûts probant et harmonisé. 

L’expérience acquise dans l’intervalle montre qu’il convient d’axer davantage le système de rétribution sur les prestations que ce n’est le cas avec le forfait par habitant. Dans le but d’assurer une couverture durable des besoins sur l’ensemble du territoire, la stratégie cantonale prévoit de passer de l’obligation à la sécurité de la prise en charge. Dans une seconde étape, il conviendra de définir le financement résiduel en ce qui concerne les appartements protégés et les infirmières et infirmiers indépendants, toujours dans l’optique de la sécurité des soins, et de vérifier les différents types de prestation et de rétribution.

Conformément à la décision du Grand Conseil de novembre 2017 sur le programme d’allégement budgétaire 2018 (PA18), les contributions à l’obligation de prise en charge seront réduites de 6 millions de francs en 2019. La volonté politique exprimée lors des débats concernant tant le PA18 que la motion Striffeler-Mürset (M 051-2018) traitée en juin de cette année tend clairement vers une réglementation de l’obligation de prise en charge et du financement résiduel conforme aux besoins et axée sur les prestations. 

Mise en œuvre du programme d’allégement 

L’Office des personnes âgées et handicapées (OPAH) a constitué un groupe de travail pour discuter des options possibles et procéder aux calculs requis, groupe dans lequel les fournisseurs de prestations étaient représentés (Association cantonale bernoise d’aide et de soins à domicile, Association Spitex privée Suisse, Association bernoise des établissements médico-sociaux et Association suisse des infirmiers et infirmières).

Objectifs du changement de système

La modification vise un double objectif, à savoir réaliser le mandat d’économie et instaurer une rétribution axée sur les prestations. Pour ce faire, l’OPAH introduit une première innovation dans le contrat de prestations 2019 : une tarification différenciée permettant de compenser les disparités occasionnées par l’obligation de prise en charge à assumer par les services ASAD publics, compte tenu du mandat d’économie. Le système de financement résiduel des soins ambulatoires sera développé sur cette base à partir de 2020.

Composantes du tarif 2019

Le tarif prévu pour rétribuer l’obligation de prise en charge se compose de trois éléments : 

1) Contribution de base

De manière analogue au système actuel, les services ASAD recevront une contribution de base de 6 francs par habitant du périmètre défini, ce qui leur laissera le temps de s’adapter à la nouvelle donne. Dans une prochaine étape, cette contribution sera vraisemblablement remplacée contractuellement par une rétribution liée aux prestations. 

2) Facteur de densité par périmètre

La configuration géographique et la densité de population du périmètre à couvrir peuvent entraîner des conditions d’intervention plus difficiles, voire des pertes financières pour un service ASAD. D’où l’introduction d’un facteur de densité, élément clé du nouveau système de rétribution de l’obligation de prise en charge. Ce facteur repose sur deux paramètres : 

  • le réseau de routes communales et cantonales de chaque commune (selon l’atlas statistique de la Direction des finances),
  • la population communale.

Le ratio entre ces deux paramètres correspond à la densité comparative d’un territoire. Plus il est élevé, plus la couverture de la population du territoire en question tend à être compliquée. Chaque catégorie de facteur de densité fait l’objet d’un tarif spécifique. 

3) Prise en compte du potentiel du marché de chaque périmètre

Le potentiel du marché dépend notamment de la structure de la population et du nombre de services ASAD en concurrence. Pour compenser les disparités dues au marché ou au périmètre, une moyenne d’environ deux heures de prestation par habitant est prise en compte pour chaque service. En multipliant le volume de prestations OPAS (prestations au sens de l’article 7, alinéa 2, lettres a, b et c) de l’ordonnance fédérale sur les prestations de l’assurance des soins, ci-après prestations a, b et c par un facteur de correction défini sur cette base, on obtient le tarif spécifique à chaque service ASAD. 

Pondération

Les tarifs liés aux prestations décrits ci-dessus sont combinés à raison de deux tiers pour le facteur de densité et d’un tiers pour le potentiel du marché. Chaque service ASAD bénéficie ainsi de son propre tarif. S’y ajoute la contribution de base par habitant du périmètre. Tous services confondus, la rétribution liée aux prestations se monte à 10,3 millions de francs et la contribution de base à 6,1 millions de francs environ. 

Financement du matériel de soins figurant sur la liste des moyens et appareils (matériel LiMA)

Dans deux arrêts datant de fin 2017, le Tribunal administratif fédéral a conclu que les moyens et appareils utilisés par le personnel soignant faisaient partie des prestations de soins et qu’ils devaient donc être couverts par le système de financement des soins selon l’OPAS.

Le canton indemnisera les dépenses y relatives en 2019, tout en se réservant le droit de revoir cette mesure dès qu’une décision aura été prise au plan fédéral. Les frais effectifs seront remboursés pour autant que les prestataires remplissent les conditions suivantes :

  • facturer à la SAP seulement le matériel LiMA véritablement remis, et ce au prix d’achat effectif, jusqu’à concurrence du montant maximal fixé dans la liste LiMA moins 15 pour cent ;
  • intégrer dans la facture uniquement le matériel LiMA employé par le prestataire (à l’exclusion de celui utilisé par la patientèle elle-même, qui est à la charge de l’assurance-maladie) ;
  • s’approvisionner auprès d’une ou de plusieurs communautés d’achat ;
  • indiquer le coût total effectif du matériel LiMA dans le formulaire de décompte trimestriel ordinaire, à la rubrique prévue à cet effet ; 
  • fournir chaque trimestre un décompte détaillé des frais effectifs (liste du matériel utilisé, avec le prix et le nom de la patiente ou du patient).

Durant le premier semestre 2019, la SAP procèdera à une évaluation du coût du matériel LiMA, d’entente avec les prestataires. Le montant de l’indemnisation sera ajusté pour 2020 s’il s’avère qu’il y a une différence importante entre, d’une part, les prix de la liste LiMA moins 15 pour cent et, d’autre part, les prix facturés par les communautés d’achat et les fournisseurs qui livrent le matériel directement à la patientèle tout en le facturant aux services ASAD. Les modalités du décompte 2020 seront définies en concertation avec les prestataires. 

Adaptation des tarifs AI/AA/AMil

Les tarifs nationaux de l’assurance-invalidité (AI), de l’assurance-accidents (AA) et de l’assurance militaire (AMil) sont adaptés au 1er janvier 2019. Le cas échéant, le financement résiduel est corrigé de la différence tarifaire, de manière que le montant global reste le même (principe de la neutralité des coûts). Aucune modification n’est ainsi prévue pour les heures de prestation AI, alors que le financement résiduel des prestations a, b et c relevant de l’AA et de l’AMil est réduit. 

Pour des questions de simplification, ces réductions de tarif seront présentées sous la forme d’un montant négatif dans les décomptes trimestriels. Les rémunérations supplémentaires pourront ainsi continuer d’y figurer par type de prestation contractuelle. 

Rapport sur les indemnités

En réponse à deux motions adoptées par le Grand Conseil (Mühlheim 033-2018 et PS-JS-PSA 046-2018), le Conseil-exécutif a arrêté le 24 octobre dernier une modification de l’ordonnance sur les subventions cantonales (OCSu). Dès le 1er janvier 2019, les institutions pour personnes âgées ou handicapées employant plus de 50 collaboratrices et collaborateurs, quel que soit leur taux d’occupation, devront elles aussi établir un rapport sur les indemnités et l’adresser à l’autorité compétente pour le versement des subventions cantonales. 

Le rapport doit présenter toutes les indemnités versées aux membres de l’organe de gestion stratégique et de la direction. Il convient dorénavant d’indiquer séparément les indemnités perçues en cas de cumul de ces fonctions. Des informations détaillées suivront en temps utile.

Contrat portant sur les prestations d’aide ménagère et d’encadrement social 

Les changements suivants s’appliquent au contrat 2019 suite aux négociations menées avec la délégation de l’Association cantonale bernoise d’aide et de soins à domicile :

  • Le taux de rétribution est fixé comme prévu à 20 francs par heure de prestation.
  • Répondent aux critères les bénéficiaires souffrant de déficits cognitifs ou de maladies psychiques ou mettant leur propre personne ou leur santé en danger en raison d’ingestion insuffisante d’aliments et de liquides par négligence personnelle (CIM 10 R63.6) ou vivant dans des conditions dangereuses pour la santé (fort encrassement, vermine, moisissures, danger d’incendie) qui sont limités dans leurs moyens de maîtriser les tâches ménagères et sont suivis régulièrement par une ou un médecin et/ou une infirmière ou un infirmier.
  • Les besoins individuels et la durée des différentes unités de prestation sont évalués au moyen du système RAI-HC.
  • Les prestations sont fournies par du personnel qualifié ayant accompli au minimum la formation d’auxiliaire de santé de la Croix-Rouge suisse ou (nouveau) bénéficiant d’une formation équivalente.

Renseignements complémentaires

  • Contrats de prestations, financement des produits LiMA et tarifs AI/AA/AMil :
    Christina Gygax, tél. +41 31 633 79 36
  • Rétribution de l’obligation de prise en charge (calcul du tarif 2019) :
    Simon Juritz, tél. +41 31 633 45 67

Nous vous serions reconnaissants de nous faire parvenir les contrats de prestations avant la fin de l’année, si possible d’ici le 15 décembre.

En nous réjouissant de poursuivre notre collaboration, nous vous prions d’agréer, Mesdames, Messieurs, nos salutations distinguées.

Astrid Wüthrich

cheffe d‘office

Office des personnes âgées et handicapées


 

Abrechnung 2019

Mittel- und Gegenständeliste (MiGeL)  

Arbeitsgruppe LV Kanton BE

Cornelia Klüver
Geschäftsführende Präsidentin SBK Bern

Udo Finklenburg
Freiberuflicher Psychiatriepfleger

Claudia Britschgi
Freiberufliche Wundexpertin

Maja Schütz
Freiberuflich, Behandlungs- und Grundpflege

Esther Gerber
Verantwortliche für Freiberufliche SBK Bern
Freiberufliche Wundexpertin

Bei Fragen betreffend Leistungsvertrag wenden Sie sich bitte an: esther.gerber(at)sbk-be.ch 

Spitex-Statistik, obligatorisch, Abgabetermin 31.03.19

Schweigepflicht von Gesundheitsfachpersonen